Am 1. Juli 1972, wurde die Gebietsreform abgeschlossen und damit war Schorkendorf endgültig keine eigenständige Gemeinde mit eigenem Bürgermeister mehr.

 

 

 

 

Ahorn

Schafhof

Schorkendorf

Witzmannsberg

Wohlbach

mit Triebsdorf und Finkenau

mit Hohenstein

mit Eicha und Siebenwind

mit Seemühle

31.12.1970:

01.01.1971

01.04.1971

01.07.1972

01.01.1971

1676 Einwohner

237 Einwohner

608 Einwohner

432 Einwohner

232 Einwohner

Bürgermeister Walter Herprich

Bürgermeister Otto Hager

Bürgermeister Andreas Janson

Bürgermeister Franz Hauer

Bürgermeister Fritz Straßner

1997

1997

1997

1997

1997

1989 Einwohner

196 Einwohner

1479 Einwohner

862 Einwohner

309 Einwohner

 

 

 

 

 

4832 Einwohner Gesamtgemeinde

 

 

 

 

 

Mit gelochten Sparbüchern saniert

Gemeinde Wohlbachsgrund in Erwägung gezogen / Schulverband bereits 1964 gegründet

“Wir haben unsere Sparbücher mitgebracht und euch dadurch saniert!” - “Das mit den Sparbüchern stimmt zwar, aber die waren alle jedoch bereits gelocht!” Diese Frotzelei bei der Eingemeindung Schorkendorf/Eicha am 1. April 1971 ist heute noch, erzählt Ahorns Bürgermeister Dultz, Anlass für freundschaftliche Sticheleien zwischen dem Gemeindeteil und der Muttergemeinde.

Bereits am 1. Januar 1971 erfolgten die Eingliederungen von Schafhof (mit Hohenstein) und Wohlbach (mit Seemühle) nach Ahorn. Die Beschlüsse dafür wurden in einer gemeinsamen Gemeinderatssitzung von Schafhof, Wohlbach und Ahorn am 24. Juli 1970 im Sportheim Ahorn gefasst.

Am 21. Januar 1971 entschied der Gemeinderat Schorkendorf/Eicha, die Eingliederung zu beantragen. Dessen Bürgermeister Andreas Janson hatte davor bereits durch das Landratsamt die Möglichkeit jener Gemeinde “Wohlbachsgrund” prüfen lassen. Doch dort sah man keine Chance für die Verwirklichung einer solchen Lösung.

Als am 18. Januar 1972 der Gemeinderat Witzmannsbergs für die Eingliederung stimmte, die am 1. Juli 1972 erfolgte, war das Wachsen der Gemeinde Ahorn zur heutigen Zusammensetzung abgeschlossen. Somit war auch dem damaligen Schlagwort von der “Flucht nach Westen” mit der Gründung einer Gemeinde, die stark genug ist, selbst zu bestehen, Genüge getan. Krumbach hatte sich zuvor, am 27. September 1970 von Witzmannsberg getrennt und schloss sich der Stadt Seßlach an.                                           

Der Anschluss von Witzmannsberg an Ahorn wurde entscheidend vom Stadtbusverkehr beeinflusst, der kurz vorher auf Betreiben von Bürgermeister Fritz Hauer in den Gemeindeteil ausgedehnt wurde. Die Entscheidung beschleunigt hatte zusätzlich ein “Eingemeindungsgeschenk”: Ahorn baute für rund 4 Millionen Deutsche Mark (ungefähr 1,6 Mio. Euro) ein Freizeitzentrum nach Witzmannsberg.

Bereits vor der Eingliederung Witzmannsbergs erhob die Stadt Coburg Eingemeindungsansprüche gegenüber Ahorn. Der Antrag vom 26. April 1971 an das Bayerische Innenministerium wurde in der Gemeinderatssitzung in Ahorn mit 10:0 Stimmen abgelehnt.

Wäre Ahorn zu dieser Zeit nicht schon gebunden gewesen, hätte es wohl das gleiche Schicksal wie die anderen Stadtrandgemeinden (Scheuerfeld, Beiersdorf) ereilt.

Die Zusammenschlüsse zur Großgemeinde Ahorn waren so rechtzeitig erfolgt, dass das Eingemeindungsbegehren der Vestestadt keinen Erfolg haben konnte.

Geburtsstunde für einen erfolgreichen Gemeindezusammenschluss war allerdings die bereits am 20. Juli 1964 erfolgte Gründung eines evangelischen Schulverbandes mit Ahorn, Schafhof, Wohlbach und Schorkendorf/Eicha. Am 26. Oktober 1966 beschließt der Gemeinderat die Aufnahme der evangelischen Kinder aus Witzmannsberg in den Schulverband.

Die Gemeinderäte in Schorkendorf/Eicha (17. Juli 1968) und Witzmannsberg (3. Dezember 1968) beschließen, dass auch die katholischen Kinder die Schule in Ahorn besuchen dürfen.

(Quelle: Coburger Tageblatt vom 27. Juli 1997)

 

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