1924 beginnt in Coburg die zivile Luftfahrt

 

Bei der Einweihung des Flugplatzes auf der Brandensteinsebene kommen 1913 mehr als 15 000 Menschen. Heute  gelten Sichtflugregeln.

Coburg  –  Der  Flugplatz Brandensteinsebene liegt  oberhalb der Veste Coburg. Der Flugplatz wurde  im August 1913 als militärischer Flugstützpunkt von Herzog Carl Eduard eröffnet.  Dabei  waren über  15 000  Besucher  anwesend. Im Ersten  Weltkrieg war  der   Flugstützpunkt  Ausweichflugplatz für  die  Gothaer Fliegerersatzabteilung  3.  Im  Oktober  1924 wurde  schließlich der  Zivilflugplatz auf  der  Brandensteinsebene  eingeweiht. Der Verkehrslandeplatz befindet   sich   heute  im   Eigentum  der Stadt.   Betreiberschaft und  Halterschaft liegen   seit  2001   beim   Aero Club Coburg.

Der  Flugplatz hat  im  Jahr  durchschnittlich  13 000  Starts  und Landungen und  hat   eine   Landebahn von  über  860  Meter  Länge.  Um  die Wettbewerbsfähigkeit Coburgs  und der  Unternehmen zu erhalten, wird ein Aus- bzw. Neubau eines Verkehrslandeplatzes angestrebt. Im  Februar

2007  wurde   deshalb ein  Raumordnungsverfahren  eingeleitet und  im August    2007    abgeschlossen.   Als Standorte werden Neida, Gossenberg und Bieberbach überprüft.

Ein  Ausbau  des  bestehenden Verkehrslandeplatzes   wurde    im    Juni 2008 vom Coburger Stadtrat einstimmig  abgelehnt.  Durch den   Ausbau hätte höchstens eine Länge von 1200 Meter  für  die  Start-  und Landebahn anstatt der  angestrebten 1800  Meter erreicht  werden können.  Aufgrund der  erforderlichen erheblichen Aufschüttungen, würde  eine Flugplatzerweiterung etwa  genauso viel  kosten wie ein Neubau im Umland mit einer  um   die  Hälfte   längeren Start-  und Landebahn (1800 Meter).

Zu Beginn  des Jahres  2010  wurde  bekannt, dass die  für  den  Verkehrslandeplatz  Brandensteinsebene  seit 2001    gültige   Ausnahmegenehmigung  für den  Betrieb  nach den  Vorschriften für  den  Instrumentenflug über   Dezember  2010   hinaus  vom  Bundesministerium    für     Verkehr nicht mehr verlängert werden würde, da es bisher keine Anstrengungen erkennen konnte,  „einen richtlinienkonformen  Zustand  dieses   Verkehrslandeplatzes herzustellen“

Planfeststellungsverfahren

Daher  beschlossen sowohl der Coburger  Stadtrat als auch der Kreistag, gemeinsam mit  den   Unternehmen Kapp GmbH und Brose Fahrzeugteile sowie  der  Industrie- und  Handelskammer zu  Coburg eine  Projektgesellschaft zur Einleitung eines  Planfeststellungsverfahrens bezüglich ei- nes  Flugplatzneubaus  am  Standort Neida zu gründen. Im Juli 2010 teilte  das bayerische Wirtschaftsministerium mit, dass es die Ausnahmegenehmigung auch über das Jahr 2010 hin-  aus gegenüber den  zuständigen Entscheidungsstellen  befürworten würde.  Am 29. Dezember 2010  wurden alle  Instrumentenflugverfahren eingestellt. Der Flugplatz ist damit nur  für den Verkehr nach Sichtflugregeln zugelassen.

 

Brandsteinsebene

Quelle: Neue Presse Coburg, vom 2012-01-03

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