Wappen_Landkreis_Coburg    

     Beschreibung

    Nachdem die Wappenbilder sich ursprünglich auf den
     Schilden der Ritter befanden, werden sie vom Träger aus
     beschrieben. So zeigt das in der Mitte gespaltene
     Landkreiswappen in der linken Hälfte den
    „sächsischen Rautenkranz", neunmal geteilt in fünfmal
    schwarz und fünfmal gold (= gelb), belegt mit einem schrägen, gebogenen, grünen Rautenkranz.
Die rechte Hälfte zeigt die Bayerischen Rauten in silber (= weiß) und blau.
 

Erklärung

Das Wappen will mit diesen beiden Teilen die Vergangenheit und die Gegenwart des Landkreises symbolhaft darstellen.

Der Landkreis und die Stadt waren (von relativ geringfügigen Änderungen durch die Landkreisgebietsreform von 1972 abgesehen) „Kernstück" und Mittelpunkt der hennebergischen Herrschaft Coburg. Die Grafen von Henneberg treten ab 1246 hier als Landesherren auf. Von den Hennebergern kam 1553 der coburgische Teil ihrer Herrschaft an den Markgrafen Friedrich den Strengen von Meißen. Dieser schloss das Gebiet als „Pflege Coburg" oder „Fränkische Ortlande in Franken" seiner Herrschaft ein. Er und seine Nachkommen gehörten zum Fürstenhaus der Wettiner, die den oben erwähnten „sächsischen Rautenkranz" als Stammwappen führten. Die Wettiner behielten dieses auch, nachdem sie 1453 Herzöge und Kurfürsten von Sachsen wurden.

Später erfolgten mehrmalige Teilungen in eine Anzahl von Fürstentümern, wobei diese alle mit dem Namen „Sachsen" verbunden wurden, so auch Sachsen-Coburg. Ab 1826 wurde das nunmehrige Herzogtum Sachsen-Coburg in Personalunion mit dem Herzogtum Sachsen-Gotha verbunden, bis der letzte Herzog aus dem Hause Wettin 1918 abdankte.

Nach dieser Erinnerung an die 565 Jahre währende politische Zugehörigkeit zur Herrschaft der mitteldeutschen Wettiner dokumentiert der rechte Teil des Wappens die historische Gegenwart.

In einer Volksabstimmung entschied sich 1919 die Bevölkerung des nunmehrigen Freistaates für ein Zusammengehen mit Bayern. Diese äußerst bedeutungsvolle Entscheidung stellte die Weichen für die Zukunft: Am 1. Juli 1920 erfolgte der Anschluss des ehemaligen Herzogtums an den Freistaat Bayern.

Als Symbol für Bayern gelten die weiß-blauen Rauten, welche die bayerischen Fürsten aus dem Hause Wittelsbach im Wappen führten. So steht dieser Teil für die staatliche Zugehörigkeit des Landkreises Coburg zu Bayern.

 

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