Ortsteil Triebsdorf

 

 

urkundliche Nennung

Schreibweise

Erklärung

Triebdorf

 

 

 

 

1297

Trübesdorf

trib = Viehweide

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erste urkundliche Erwähnung und Herrschaftsverhältnisse

Erstmals urkundlich erwähnt wird Triebsdorf im Jahre 1297 als “Tribesdorf”. Der Ortsname leitet sich sehr wahrscheinlich von dem mittelhochdeutschen Wort “trip” für die Viehweise ab, was in der Region keine Seltenheit ist.

 

Die erste Nennung Triebsdorfs beschreibt ein Ereignis, das für die fünf kommenden Jahrhundert von großer Bedeutung sein sollte, den Verkauf des Dorfes Triebsdorf an das Kloster Langheim. Bei der Zisterzienserabtei, genauer gesagt bei ihrem Klosteramt Tambach, dem die Verwaltung der Güter oblag, blieb der Ort bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts. Die Herrschaftsverhältnisse allerdings waren über die Jahrhunderte hinweg umstritten. So stritten die Hochstifte Bamberg und Würzburg mit dem Fürstentum Coburg um den Herrschaftsanspruch, was zu Prozessen bis vor die höchsten Reichsgerichte führte.

 

Bis zum Ende des “Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nationen” Anfang des 19. Jahrhunderts war noch kein Urteil ergangen. Damals wechselte die Herrschaft in schneller Folge: Hochstift Bamberg, Kurfürstentum Bayern, Reichsgrafschaft Ortenburg, Großherzogtum Würzburg und Königreich Bayern. Erst mit dem Staatsvertrag zwischen Bayern und Coburg von 1920 fiel Triebsdorf endgültig aus dem Herrschaftsgebiet des Herzogstums Coburg an den Freistaat Bayern.

 

Im Dreißigjährigen Krieg, genau am 8. September 1634, fiel der kaiserliche Oberst Schlitz mit einem Regiment Kroaten in den Itzgrund ein und verlangte die Übergabe Coburgs. Diese lehnten ab und das feindliche Heer vernichtete das Umland der Stadt. Im heutigen Gemeindegebiet wurden Ahorn, die Finkenmühle und auch Triebsdorftheils ganz, theils bis auf wenige Häuser ... in Asche gelegt”.

 

1869 wurde - in der Coburger Gebietsreform - die kleinen, eigenständigen Gemeinden Finkenau und Triebsdorf in die Gemeinde Ahorn eingemeindet.

 

(Quelle: www.ahorn.de)

 

schorkendorf unten